Brauchen Autoren Geschäftszeiten?

Ich schreibe, wann immer sich die Zeit dafür bietet. Es existieren also durchaus Tage, an denen ich kaum mehr als ein paar Stichwörter notiere. Natürlich weiß ich aus unzähligen Schreibratgebern, wie wichtig es ist täglich zu Papier und Stift zu greifen.

Lässt es der Vormittag aufgrund anderer Erledigungen nicht zu, nehme ich mir vor, die verpassten Stunden nachzuarbeiten. Leider ziehen sich diese Vormittagstermine oft bis in die Nachmittagsstunden hinein. Was bleibt mir also anderes übrig, als am Abend der Müdigkeit zu trotzen, um dann mein Handwerk auszuüben?

Im Laufe der letzten Wochen dämmerte mir ein Lichtlein!
Ohne Ankündigung und auf seltsame Weise vermehrten sich solche Tage – und aus Tagen wurden Phasen.

Ich stellte mir die Frage, braucht ein Autor tatsächlich feste Geschäftszeiten? Nach zwei Wochen genaustem Auflisten meiner Schreib-Etappen kann ich definitiv und aus ganzen Herzen antworten:

 

JA!

 

Mir fielen bereits einige Artikel von Autoren in die Hände, die darauf verweisen, wie wichtig ein Tagesrhythmus für uns Schreiberlinge ist. Diese Beiträge fanden durchaus mein Interesse und im Nachhinein lächle ich über meine Naivität, die mich denken ließ, ich käme ohne eine festgelegte Schreib-Routine aus.

 

Im Herbst soll mein Roman veröffentlicht werden. Jetzt heißt es: klotzen statt kleckern!

 

Mein Plan steht:

05.30 – 08.00 Uhr: Lesen und Lernen

08.00 – 10.00 Uhr: Büroarbeiten, Korrespondenz, Organisatorisches

12.00 – 15.00 Uhr: Manuskript bearbeiten

17.00 – 18.30 Uhr: Neue Projekte entwickeln

 

Im August-Tagebuch schreibe ich, ob die Realisierung meines Plans erfolgreich war.

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