Aus meiner Feder

  • Aus meiner Feder

    Der Nebeltanz Alles scheint wie im Traum Nichts hat Struktur, alles verschmilzt Sanft und still schaut die Welt zu Ein Käfig aus Nebelschwaden Die Geräusche in Watte verhüllt Nur die Krähen singen ihr raues Lied Ruhe breitet sich im Körper aus Umschlingt von einem Mantel aus angenehmer Kühle Der Blick aufs Grau beschränkt Jeder Schritt näher der Freiheit  

  • Aus meiner Feder

    Wellenbrecher Ich bring dich durch den Sturm, Durch Hochs, durch Tiefs. Halte Ausschau nach mir. Ich bin dein blauer Himmel, Ich bin dein Sorgenheil. Pack dein Glück, Halt mich am Schopf. Trink mich leer, Ich füll dich auf. Hab keine Scheu, So steht der Sinn. Ich geh dir nah, Folge meinem Ruf durchs Grau. Horch dem Gurren der Tauben, Und dem Ächzen der Krähen. Der Weg steht dir offen. Ich bin der Sinn.

  • Aus meiner Feder

    Ruheort Sonne, weißes Federband in diesigem Blau durch Windböen zerpflückt. Ein Schönheitsmal auf der Erde – die Insel, auf der Mensch und Natur beisammenleben. Einatmen, Ausatmen. Fauna, Flora, Homo sapiens- jeder genießt auf seine Art den Ort der Besinnung. Automatisch – ohne sein Bewusstsein zu bemühen. Einatmen, Ausatmen. Jeder, wie er ist. Jeder, wie er kann. Einfach sein.

  • Aus meiner Feder

    Selbstvertrauen Ich bin auf der Suche Steht es in einem Buche Weiß nicht mehr ein noch aus Steck den Kopf in den Sand wie Vogel Strauß Ich bin auf der Suche Es steht in keinem Buche Wie ich mein Leben zu führen hab Die Antwort ist drauf gar ganz knapp Ich bin auf der Suche Lass die Finger von dem Buche Nur ich allein kenne mein Ziel Um sich gut zu fühlen, braucht es nicht viel Ich bin auf der Suche Schreibe mir selbst ein Buche Ich bin ich, ohne Bedenken Ich werde mir selbst mein Herz mir schenken    

  • Aus meiner Feder

    Tanz der Knospen Alles auf Anfang, alles auf neu Langsam und bedächtig sieht man sie aufblitzen Wie ein Rehkitz, zart und scheu Zeigen nur vereinzelt, was sie besitzen Trau dich, meine Schöne, trau dich nur Ohne Zwang, ohne zu müssen Komm und spür die Temperatur Das Licht will dich küssen Präsentiere deine volle Pracht Deine Bühne ist der Garten Das Frühjahr ist erwacht Farbenspiel beginnt mit allen Blütenarten      

  • Aus meiner Feder

    Schneeinspiration Ich bin das Glas der Sehnsucht Vor mir eine einzige Scherbenschlucht Mein Name ist nicht von belangen Mich hat die Einsamkeit gefangen Mächtig und stark wie die Erinnerung gedeiht Ist es der Schnee, der mich hat befreit Eisregen klopft an mein Herz Es ist zu spüren, der Schmerz Leise Töne ereilen das Glas Wider meines Willens, ich vergaß Kalt und klar rollt meine Träne Es ist die Vorfreude, nach der ich mich sehne Flockendecke, du weiße Pracht Es scheint leichter als gedacht Folge deinen Spuren bis zum Himmelszelt Du allein schaffst, dass meine Seele sich erhellt   Ich wünsche allen Lesern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.  

  • Aus meiner Feder

    Der Gesang des Oktobers Gelb, Orange, Rot und Braun, Ich mag in die Ferne schauen. Knirsch, Knarsch, Es ist der Laubmarsch. Buntes Treiben der Blätter, Gibt es schöneres Wetter? Kahle Äste vor dem Himmelsazur, Ich erlebe die schönste Herbstkultur. Natürlich Rouge getönte Wangen, Wecken mein Verlangen. Die lieblichen Stimmen der Natur, Rufen und rufen stur. Ich begebe mich auf zum Spaziergang, Erst jetzt bin ich im Einklang.  

  • Aus meiner Feder

    Der Wandel Seiten gefüllt mit Seele Buchstaben offenbaren Geheimnisse Worte voller verborgener Wahrheiten Lederner Einband – antiquiert und ausgemustert Betonte Effekte – angesagt und vermarktbar Tintengeruch längst verflogen Gebleichtes Papier eliminiert kratzige Bögen Sind Inhalte noch von Relevanz? Ja. Nein. Was zählt? Bücher existieren nur, um gelesen zu werden! Am 23. April ist Welttag des Buches  

  • Aus meiner Feder

    Radio Leise Töne, sanfte Stimmen Ruhige Worte erreichen mein Herz Raum und Zeit, der Gleichgültigkeit gewidmet Die dunklen Klänge ertönen widerhallend in der Stille Ich, mein Puls, meine Sinne, meine Gefühle, meine Seele Tief verschlossen in finsteren Erinnerungen – verriegelt und gesichert Der Schlüssel, leicht und zart, schwebt zu mir heran – entführt mich ins Weite fort