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In der Ruhe liegt die Schmerzfreiheit

Jeder von uns kennt Schmerzen. Die Einen kommen von außen, wie ein umgeknickter Fuß, die Anderen treten von innen auf, wie Kopf- oder Rückenschmerzen, die vermehrt Autoren plagen. Bei vielen Betroffenen entwickeln sich diese Beschwerden zu einem chronischen Leiden.

Die Lösung muss nicht der Griff zur Schmerztablette sein. Entspannungsübungen bieten eine wirksame Alternative. Ich praktiziere zwei Methoden gegen meine lästigen Nackenprobleme. Beide erfordern regelmäßiges Üben.

Bei der Progressiven Muskelrelaxation (kurz PMR) spannt man einzelne Muskel für einige Sekunden systematisch an, um sie im Anschluss bewusst zu lockern. Dadurch lerne ich gezielt den Unterschied zwischen Anspannung und Entlastung. Denn genau dieses Empfinden geht mir am Schreibtisch verloren. Hochgezogene Schultern und ein krummer Rücken fühlen sich normal an. Damit die dicke Überraschung ausbleibt, baue ich kurze PMR-Pausen in meine Arbeit mit ein. Wenige Minuten reichen aus, um stechende Kopfschmerzen und verhärte Nackenmuskeln zu verhindern.

Wo PMR auf physische Bewegungsabläufe setzt, bekämpft das Autogene Training das Übel auf der psychischer Ebene – im Kopf, wo sie entstehen. Unser Gehirn programmiert sich durch das gedankliche Wiederholen von Satzformeln um. Diese Methode der Entspannung benötigt ein erhöhtes Maß an Disziplin. Eine einmalige Anwendung kann dies nicht leisten. Bei meinem ersten Versuch mich auf den Satz »Ich bin vollkommen entspannt« zu konzentrieren strömten zahllose Gedanken auf mich ein. Nach der dritten Übungseinheit zeigten sich erste Erfolge. Wenn man einmal weiß, worauf es ankommt, ergeben sich unzählige Möglichkeiten. Für Autoren wohl einer der Spannendsten – die Kreativitätssteigerung.

Hier das Wichtigste für die Konzipierung eigener Sätze zusammengefasst:

  1. Stets positive Formulierungen verwenden: Ich bin gesund. (Falsch: Ich bin nicht krank.)
  2. Die Sätze kurz und knackig verfassen: Ich bin mutig (Falsch: Ich springe über meinen eigenen Schatten, der mir immer wieder im Weg steht.)
  3. Die Vorsätze in der Gegenwart artikulieren: Ich schlafe gut ein. (Falsch: Ich würde gern besser einschlafen.)

Mein Fazit: Ich empfehle jedem, bei der nächten Schmerzattacke oder einer Schreibblockade der Entspannung eine Chance zu geben.

 

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