Der Nebeltanz

Alles scheint wie im Traum
Nichts hat Struktur, alles verschmilzt
Sanft und still schaut die Welt zu

Ein Käfig aus Nebelschwaden
Die Geräusche in Watte verhüllt
Nur die Krähen singen ihr raues Lied

Ruhe breitet sich im Körper aus
Umschlingt von einem Mantel aus angenehmer Kühle
Der Blick aufs Grau beschränkt

Jeder Schritt näher der Freiheit

 

Der Gesang des Oktobers

Gelb, Orange, Rot und Braun,
Ich mag in die Ferne schauen.

Knirsch, Knarsch,
Es ist der Laubmarsch.

Buntes Treiben der Blätter,
Gibt es schöneres Wetter?

Kahle Äste vor dem Himmelsazur,
Ich erlebe die schönste Herbstkultur.

Natürlich Rouge getönte Wangen,
Wecken mein Verlangen.

Die lieblichen Stimmen der Natur,
Rufen und rufen stur.

Ich begebe mich auf zum Spaziergang,
Erst jetzt bin ich im Einklang.

 

Radio

Leise Töne, sanfte Stimmen

Ruhige Worte erreichen mein Herz

Raum und Zeit, der Gleichgültigkeit gewidmet

Die dunklen Klänge ertönen widerhallend in der Stille

Ich, mein Puls, meine Sinne, meine Gefühle, meine Seele

Tief verschlossen in finsteren Erinnerungen – verriegelt und gesichert

Der Schlüssel, leicht und zart, schwebt zu mir heran – entführt mich ins Weite fort