Z wie Zugehfrau

 

 

 

 

ugehfrau ist ein Begriff, der heutzutage nur noch wenig verwendet wird. Er stammt aus der Zeit vor der technischen Revolution, als vornehme Haushalte für zahlreiche Tätigkeiten Hauspersonal beschäftigten (Wäscherinnen, Putzfrauen, Kutscher, Gärtner), um den Teil des Personals zu bezeichnen, der anders als etwa die Dienstboten nicht mit im Haushalt des Arbeitgebers lebte, also »zum Dienst ging«. Dadurch wichen häufig auch die Uniformvorschriften der Zugehfrauen (und Dienstmänner) von denen der Dienstboten ab. Die Zugehfrau wird heute eher regional verwendet und ist vor allem im bayrischen Sprachgebrauch anzutreffen.

 

 

Y wie Yachtie

achtie ist ein abfälliger Ausdruck. Er bezeichnet einen überheblichen oder unerfahrenen Yachteigner. Damit ist wohl alles erklärt.

 

X wie Xylograph

ylographen sind fast ausgestorben. Eine andere Berufsbezeichnung für den Xylographen ist der Formschneider/Holzschneider. Er wurde mit der Herstellung von Druckformen für die Stoffdruckerei, für Spielkarten, Holzschnitte oder auch für Papiertapeten betraut. In der Zeit, als man Fotos noch nicht direkt drucken konnte, fand er auch hier sein Aufgabengebiet und erstellte Abbildungen für Bücher oder Kataloge.

Die Zeichnungen wurden von dem geschickten Fachmann mit Hilfe von Messern, Rundeisen und Stechbeiteln auf die Holzplatten übertragen und so ausgeschnitten, dass die nicht zu druckenden Stellen aus der Holzplatte entfernt wurden. Während der Arbeit ruhte das Werkstück meistens auf einem mit Sand gefüllten Polster. Ein echter Handwerkerberuf.

W wie Wundertüte

undertüten existieren bereits seit dem Zweiten Weltkrieg und so manches Kind hat dafür das komplette Taschengeld auf den Kopf gehauen. Oft war man enttäuscht, aber mindestens genau so häufig überrascht und glücklich über den vorgefundenen Inhalt.

Eine Wundertüte konnte man früher in einem Kiosk oder einem Gemischtwarenladen kaufen. Sie war meist rechteckig, hatte die Größe eines DIN A4-Umschlags und war wie dieser verklebt. Der Inhalt war von außen nicht zu erkennen. Schlaue Kinder versuchten zu ertasten, was sich in den einzelnen Tüten verbarg.

Zu meiner Zeit (in den 80er-Jahren) kostete sie 50 Pfennig und die Spezialtüten 1 Mark. Zu Einführung gab es sie wohl bereits für 10 oder die größere Version für 20 Pfennig zu kaufen. Der Inhalt hat sich über die Jahre kaum verändert. Meist fand man eine kleine Süßigkeit vor, Klebebildchen, Autos und Spielzeugfiguren.

Heute gibt es extra Wundertüten eingeteilt für Jungen oder Mädchen. Damals sogar für Herren und Damen. Egal für welche man sich entschied, sie hatten eins gemeinsam: Sie weckten immer wieder den Drang nach einer weiteren Überraschung.